Wir sind Mitglied im EffD Europäischer Fachverband für Desinfektoren.

Typische Tätigkeitsfelder für Desinfektoren sind die Mitwirkung in der Hygienekommission eines Krankenhauses, als Hygienebeauftragte im Rettungsdienst und als Sachbearbeiter im Gesundheitsamt.

Der staatlich geprüfte Desinfektor ist hauptsächlich im öffentlichen Gesundheitsdienst, aber auch Gebäudereinigung und in privaten Gesellschaften oder Firmen tätig, in dem er beratende Funktionen, Kontrollen und die Ausführung von Desinfektions- und Entwesungsmaßnahmen ausübt.

Desinfektion macht einen wesentlichen Teil der antiseptischen Arbeitsweise aus. Laut dem Deutschen Arzneibuch (DAB) bedeutet Desinfektion: "totes oder lebendes Material in einen Zustand versetzen, dass es nicht mehr infizieren kann".

Zur Desinfektion können chemische oder physikalische Verfahren eingesetzt werden. Es gibt verschiedene Listen mit geprüften Desinfektionsmitteln und -verfahren, in denen diese nach verschiedenen Einsatzbereichen aufgeführt sind: Händedesinfektion, Hautantiseptik, Flächendesinfektion, Instrumentendesinfektion, Wäschedesinfektion, Raumdesinfektion und Desinfektion von Abfällen.

Technisch unterscheidet man zwischen Desinfektion und Sterilisation. Von Desinfektion spricht man bei einer Keimreduktion in einem bestimmten Testverfahren mit bestimmten Prüfkörpern um einen Faktor von mindestens 10, das heißt, dass von ursprünglich 1.000.000 vermehrungsfähigen Keimen (sogenannten koloniebildende Einheiten (KbE)) nicht mehr als 105 überleben (Ausnahme: Wäschedesinfektionsverfahren: Keimreduktion um einen Faktor von mindestens 107).

Bei der Desinfektion der Hände unterscheidet man zwischen der sogenannten "hygienischen" und der "chirurgischen" Händedesinfektion.

Er ist demnach in der Lage 3% Desinfektionsmittellösungen anzusetzen, da bei solchen Konzentrationen ein Fachwissen vorausgesetzt wird, beispielsweise wie die Übertragungswege von HIV, Hepatitis, Malaria, Trypanosomen, Gelbfieber etc. sind. Daher wird er bei solchen Erregern hinzugezogen und leitet die Mitarbeiter an, Desinfektionen richtig auszuführen.

Des Weiteren besitzt er Kenntnisse über die wichtigsten Infektionskrankheiten, Fachbegriffe wie Epidemie, Pandemie, Endemie, Desinfektion, Sterilisation und weiß über verschiedene Wirkspektren der Desinfektionsmittel und ihre Inhaltsstoffe Bescheid. Er ist zudem mit den gängigen Desinfektionsmaßnahmen vertraut, kennt epidemiologische Zusammenhänge und auch die rechtlichen Grundlagen, auf denen das gesamte Gebiet der Hygiene aufbaut. Da er selbst derjenige ist, der beratend und als Vorbild eingesetzt wird, ist er ebenfalls mit Resistenzen der einzelnen Erreger vertraut, weiß im Gebiet Abfallentsorgung Hilfe zu stellen oder wie bestimmte Dinge entsorgt, gekennzeichnet oder aufbewahrt werden müssen.

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